Lokal-Runde: Prag kann was!


Mit diesen Worten habe ich kürzlich die Hauptstadt der Tschechischen Republik verlassen. Prag, diese goldene, schöne, alte Stadt – mit dem Zug über Dresden
nur knapp 7 Stunden von meiner Heimatstadt Hannover entfernt.
Ich war begeistert! Und bin es noch!

Hier sind meine Tipps für eure to do-Liste beim nächsten Prag-Besuch. Tagsüber solltet ihr unbedingt eine Sightseeing-Tour unternehmen. Am besten zu Fuß und mit euren liebsten Freunden oder Verwandten. Immer der Nase nach durch die Altstadt, dann über die Karlsbrücke schlendern, zur Kapelle hoch wandern und mit dem Lift hoch zur Burg sausen. Die Stadt ist nicht nur von dort oben schön übersichtlich:
sich in Prag zu verlaufen, ist sehr schwer. Zumindest am Tag.

Kurz nach Einbruch der Dämmerung passiert mit dieser Stadt dann etwas Unglaubliches: die Straßen, die man tagsüber entlang gegangen ist, erlebt man plötzlich ganz neu, provokanter und noch quirliger. Gefühlt hat jede zweite Bar mindestens einen Nebeneingang, der in den Keller führt. Wer die paar Stufen ins Innere neugierig hinunter stolpert, trifft garantiert auf feierwütige Deutsche, trinkfeste Engländer und auch ein paar nette Einheimische, die sich durchweg sehr tolerant und extrovertiert geben. Mindestens drei Mal am Abend wird man in ein Gespräch verwickelt über Dies und Das und Gott und die Welt.

Absintherie 1 Prag Vorher würde ich unbedingt empfehlen, sich in einem typisch tschechischen Speiselokal den Bauch voll zu schlagen. Mit einer guten Grundlage kann man beispielsweise das Tastingbrett für einige wenige Kronen in der „Absintherie“
(Jilská 7, 110 00 Prag-Staré Město) ganz unbesorgt bestellen. Absintherie 2 PragDer Laden ist halb Geschäft und halb Bar und lockte uns von Außen mit seinem giftgrünen Licht und im Inneren mit dem verführerischen Duft von Absinth.
Der Raum über zwei Etagen war gut zugenebelt
(oder waren wir es, nachdem die vier Gläser leer
und wir gut angetrunken waren). Wir hatten vier fabelhafte Absinth, die mit mindestens 50% Vol.
alle voll überzeugten. Und wir waren mehr als dankbar, dass wir zuvor reichlich gegessen hatten! Ich empfehle dringend, zwischendurch viel Wasser zu trinken. Man will die vor gar nicht allzu langer Zeit noch verbotene Spirituose ja kennen lernen – am besten noch bei Bewusstsein.

Black Angels Bar Prag Danach empfiehlt sich ein langer, erfrischender Spaziergang durch die historischen Gassen von Prag. Tagsüber sind sie noch voll mit Touristen, am Abend aber wird es richtig gemütlich in den schmalen Straßen, und die Nachtschwärmer lösen die Touristen ab. Also auf in die nächste Bar, die „Black Angels Bar“ (Staroměstské náměstí 29, 110 00 Prag 1) – eine Hotelbar in einem wunderschönen Gewölbekeller.
Die Jungs hinterm Tresen sind spitzenklasse, geben durch ihre leicht arrogante Art zu verstehen, dass sie es drauf haben – und das haben sie auch! Die Techniken sitzen perfekt, kein Tropfen geht daneben und die Bar bleibt stets sauber. Einer von Ihnen hat übrigens (zu Recht!) den Bacardi Legacy Cocktail Competition 2011 gewonnen.

Die Cocktailkarte reicht von Klassikern bis Signature Drinks (das sind Cocktails, die von einem Barkeeper entwickelt wurden; sie sind also weltweit einzigartig und werden wie eine eMail-Signatur mit ihm identifiziert; daher der Begriff „Signature“). Die Drinks sind recht günstig und kosten zwischen 5 und 8 Euro. Besonders zu empfehlen ist der „Sazerac“ mit Absinth, Rye Whiskey, Peychaud´s Bitters und etwas Zucker.

Buddha Bar PragDie nächste Station unserer „Lokal-Runde“ durch das nächtliche Prag war quasi gleich um die Ecke: die legendäre „Buddha-Bar“ (Jakubská 649/8, 110 00 Praha 10). Nachdem uns die riesige rote Tür geöffnet wurde, stiegen wir ein paar Treppenstufen hinunter (irgendwie scheinen alle Bars in Prag im Keller zu sein) und sahen die „Buddha-Bar“ in ihrer vollen und beeindruckenden Schönheit: auf der ersten Ebene befinden sich Bar, Lounge, DJ, eine Etage tiefer sitzen die Leute an Tischen und lassen es sich schmecken. Die seichte elektronische Musik des DJ’s und die perfekt gemixten Drinks der Bartender machen auch diese Bar zu einem echten Erlebnis.

Wer nach dem Besuch der oben genannten drei Bars immer noch nicht genug hat, dem empfehle ich abschließend noch das „James Dean“ (V Kolkovně 922/1,
110 00 Prag 1): ein sehr entspannter Club (natürlich auch im Keller), in dem ein paar Mädchen im Käfig tanzen und eine Menge feuchtfröhlicher Menschen entspannt
und sehr zuvorkommend ihren Spaß haben, ohne zu pöbeln.
Ein letzter Tipp: Lasst euch auf der Straße nicht von der Marketingabteilung
der vielen Stripclubs ansprechen – es sei denn, ihr wollt es unbedingt.

Mein Fazit zum Nightlife in Prag ist eindeutig: Prag kann was! Ihr bekommt Top-Qualität zu Top-Preisen mit Top-Ambiente und trefft ansteckend gut gelaunte Menschen aus aller Welt. Also habt viel Spaß in Prag!

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