Deutsche Cocktailmeisterschaft 2017


von Alexander Meißner

Die 33. Deutsche Cocktailmeisterschaft (DCM) der Deutschen Barkeeper Union (DBU) fand in diesem Jahr im Schloss Hotel Fleesensee in Mecklenburg-Vorpommern statt. An der dreitägigen Meisterschaft vom 10. bis 12. September 2017 habe auch ich teilgenommen und möchte hier meine Eindrücke kurz schildern.

Nach der Ankunft und einem gemeinsamen Dinner am Sonntagabend begann der Montag um 10 Uhr mit den ersten Prüfungen und Workshops, die in den darauffolgenden drei Tagen angeboten wurden. Bei den vier verschiedenen Workshops ging es um neue Barkonzepte und fast vergessene Arbeitstechniken (etwa die Herstellung von Sirups oder Fermentation) sowie elegantes Arbeiten an der Bar (Workflair) und wie man gesund und leistungsfähig hinter und vor der Bar bleibt.

Der Dienstag war für die 24 Teilnehmer der DCM 2017 der Tag der Prüfungen.
Die erste Aufgabe für mich nannte sich „Speed & Taste“: dabei mussten unter Zeitdruck vier verschiedene Cocktails gemixt und ein Bier gezapft werden.
Meine zweite Prüfung war die Präsentation meines Cocktails „Spicy Berlin“, mit dem ich mich für die DCM qualifiziert habe. Dafür bekam ich 15 Minuten Zeit zur Vorbereitung, danach musste ich in einem gesonderten Raum an einer kleinen Bar der vierköpfigen Jury meinen Cocktail präsentieren.

Am Abend wurden dann die vier Finalisten bekannt gegeben, zu denen ich leider nicht gehörte: mit meinem „Spicy Berlin“ (ein würzig-frischer Sour aus Berliner Gilka Kümmellikör, roter Peperoni, frischem Limettensaft, Zuckersirup und ein paar Chillifäden auf den Eiswürfeln zum Aufpeppen des Drinks, serviert mit einer dünnen Scheibe geräuchertem Katenschinken als origineller Abschluss in Harmonie zur besonderen Würze des Cocktails) konnte ich aber einen respektablen zwölften Platz belegen.

Beim Finale in einem Gebäude etwas abseits des Hotels präsentierten Paul Thompson, Martin Kramer und Katja Schirmer auf einer großen Bühne abermals ihre Cocktails vor einer Jury und allen Besuchern der DCM. Am Ende stand Paul Thompson aus der DBU-Sektion Nordrhein-Westfalen mit seinem eigenwilligen Cocktail „Don’t call it Buttermilk“ (schmeckt nach Buttermilch, ohne einen Tropfen davon zu beinhalten) auf dem Siegerpodest. Platz zwei belegte Martin Kramer aus der Lutherstadt Wittenberg, gefolgt von Katja Schirmer aus dem sächsischen Markkleeberg auf Platz drei.

Abschließend kann ich sagen, dass ich nie das Gefühl hatte, bei den Prüfungen unter Druck zu stehen; es fühlte sich eher an wie ein Zusammenkommen mit Gleichgesinnten. Es ist auch deutlich zu spüren gewesen, dass in der DBU sich Einiges tut: künftig sollen etwa auch Workshops außerhalb der DCM und in Verbindung mit Sanktionssitzungen angeboten werden. Man darf also gespannt sein, was die DCM 2018 bringen wird.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s