Niemand macht Jazz


Niemandsland Bar 1

von Nils Lutterbach

Die „Niemandsland Bar“ am Weidendamm 8 in Hannovers Nordstadt präsentiert sich als echte Jazz-Bar und damit als die erste ihrer Art in Hannover. Torben Paradiek und Sebastian Otto (die beiden Betreiber der Bar, die nur donnerstags zwischen 19 und 23 Uhr geöffnet ist) veranstalten hier Abende mit Live-Musik und Gin-Drinks.

Das „Niemandsland“ erreiche ich durch eine schwere Glastür und der dahinterliegenden Treppe, deren Lauf gleichzeitig als Galerie genutzt wird und einige Sitzmöglichkeiten bietet. Unten befinde ich mich in einem Raum, der bedeutend größer ist, als ich erwartet hatte und in dem vor allem Gäste so um die Ende Zwanzig auf Mobiliar sitzen, das größtenteils älter als sie zu sein scheint. Leider schaffen es die Sitzgruppen nicht, den großen Raum zu füllen, der übrigens an Samstagen als Hip Hop-Club genutzt wird. Dadurch gelingt es der „Niemandsland Bar“ nicht ganz, genau die intime Atmosphäre zu schaffen, die ich mir gerade für eine Jazz-Bar gewünscht hätte.

Die sehr überschaubare und damit durchaus charmante Karte bietet außer Whisky Sours, Wein, Bier und Mandarinen-Geist hauptsächlich Gin-Drinks, selbstverständlich gemixt mit dem blumigen Niemand Gin aus der eigenen Destille. Die Preise sind mit durchschnittlich 10 Euro zwar stattlich, aber bezahlbar. Zwischen acht Klassikern nebst Tagesangebot, das in meinem Fall mit dem „Aviation“ ebenfalls eine Größe der Gin-Drinks darstellt, muss ich mich entscheiden.

Niemandsland Bar 2

Zu meinem Glück hat der Bartender meine laut geäußerten Überlegungen gehört, und meine Lust auf einen Sour wurde in Form eines „Gin Fizz“ gestillt – obwohl gerade der nicht auf der Karte zu finden ist. Selbst im Zusammenspiel mit dem frischen Zitronensaft ließen sich die floralen Aromen des Niemand Gin bei diesem Klassiker wunderbar herausschmecken. Die Drinks werden ohne viel Chi Chi serviert – und das haben sie auch gar nicht nötig, denn man merkt den Menschen hinter der Bar an, dass sie mögen, was sie tun.

Als das Trio „Maramao“ die Bühne betritt, füllt sich der Raum mit den wunderbaren Klängen ihrer italienischen Songs im Swingstil der 40er und 50er Jahre. Es wird schlagartig ruhiger, und das Publikum genießt offenkundig die coole Musik und die entspannte Atmosphäre. Wer also gerne einen guten Drink zu fabelhafter Musik trinken möchte, sollte unbedingt einmal in die „Niemandsland Bar“ reinschauen.

Niemandsland Bar
Weidendamm 8
30167 Hannover
Tel.: 0511-64 21 41 22
www.niemandsland-bar.de
Geöffnet: jeden Donnerstag 19-23 Uhr

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